ERSTE FACHTAGUNG UK IN NACHSCHULISCHEN LEBENSWELTEN in Leipzig

Eine Fachtagung rund um nachschulische Lebenswelten, auf der Sie erfahren, wie junge Erwachsene nach der Schule ihren Weg in Arbeit, Wohnen, Freizeit und Gesundheit selbstbestimmt gestalten können. Als Experten in eigener Sache geben UK‑Nutzende sowie Fachleute praxisnahe Einblicke, wie Übergänge und Teilhabe gelingen können.

Für Menschen, die Unterstützte Kommunikation nutzen, wurde die Teilnahme-Gebühr auf 20 Euro gesenkt. Mehr Informationen dazu finden Sie unten auf der Seite, unter dem Button „JETZT ANMELDEN“.

Ablauf

Freitag, 20. November 2026
14:00-14:15 Uhr Eröffung
14:15-14:45 Uhr Einführungsvortrag, Prof. Dr. Markus Spreer
14:45-15:45 Uhr Vortrag, Maria Just
15:45-16:15 Uhr Vortrag, Dayna-Michelle Wachter
16:15-16:45 Uhr Pause
16:45-18:00 Uhr Workshop Runde 1

Samstag, 21. November 2026
09:00-10:15 Uhr Vortrag, Silke Braun
10:15-10:45 Uhr Pause
10:45-12:00 Uhr Workshop Runde 2
12:00-13:30 Uhr Pause
13:30-14:45 Uhr Workshop Runde 3
14:45-15:00 Uhr Pause
15:00-16:15 Uhr Workshop Runde 4
16:15-17:00 Uhr Austausch

Beschreibungen Vorträge

Prof. Dr. Markus Spreer
Institut für Förderpädagogik, Universität Leipzig
Einführungsvortrag, Freitag, 14:15-14:45 Uhr
Unterstützte Kommunikation als Schlüssel für gelingende Teilhabe im nachschulischen Bildungs-, Arbeits-, Wohn-, Freizeit und Gesundheitsbereich
Menschen mit komplexen Behinderungen bzw. Menschen, die unterstützt kommunizieren werden oft nicht mitgedacht: in der Politik, bei Entscheidungsträgern, in der Gesellschaft (z.B. bei barrierefreien Zugänge und im Gesundheitswesen) – aber auch in der Behindertenhilfe. Die Folge sind strukturelle Kommunikationsbarrieren, die Selbstbestimmung und Teilhabe massiv einschränken. Unterstützte Kommunikation muss daher systematisch in allen Lebensbereichen verankert und Gegenstand von Professionalisierungsprozessen werden.

Marie Just,
Förderschullehrerin an einer GE-Schule in Lüneburg und im Mobilen Dienst UK der Landesschulbehörde
Vortrag, Freitag, 14:45-15:45 Uhr
Gib mir Flügel und lass mich fliegen!
Unterstützte Kommunikation kann eins der kraftvollsten Werkzeuge der eigenen Lebensgestaltung sein. Dabei braucht es von Anfang an ein großes Netzwerk engagierter Menschen und praktisch immer eine hohe Bereitschaft für Anstrengung und intensives Tun. Welche Gründe motivieren uns alle?

Dayna-Michelle Wachter
Vortrag, Freitag, 15:45-16:15 Uhr
Informationen folgen.

Silke Braun
Heilerziehungspflegerin; UK-Koordinatorin bei Mosaik-Berlin gGmbH; Fach-Referentin der GesUK; Leitung der Weiterbildung zur UK-FachberaterIn (nachschulische Lebenswelten)
Vortrag, Samstag, 09:00-10:15 Uhr
Empowerment durch Unterstützte Kommunikation
Unterstützte Kommunikation bedeutet für mich, ein Bewusstsein für Bedürfnisse und Wünsche zu entwickeln und vor allen Dingen, das Grundrecht auf Kommunikation und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Da besonders in den nachschulischen Lebenswelten, UK die ein oder andere Hürde zu überwinden hat, schrieb ich 2020 das Sachbuch „Unterstützte Kommunikation mit Erwachsenen“. „Wer Kommunikation will, sucht Wege – wer sie verhindern will, sucht Begründungen.“ (frei nach Hubert Hüppe) Sein Leben selbstbestimmt zu gestalten und zu füllen braucht Kommunikation: Deshalb spielt Unterstützte Kommunikation eine wesentliche Rolle beim Thema Teilhabe. Dieser Vortrag zeigt anhand alltagsnaher Beispiele, wie Unterstützte Kommunikation Menschen ohne Lautsprache dabei unterstützt, ihre Wünsche zu äußern, um aktiv an Entscheidungen im Alltag mitwirken können.

Beschreibungen Workshops

Übergänge im Lebenslauf - Wer trägt die Verantwortung?
Workshop Runde 1, Freitag, 16:45-18:00 Uhr
Aus der vorschulischen und schulischen Perspektive scheint das Leben nach der Schulentlassung meist sehr weit weg. In diesem Workshop möchte ich gemeinsam mit den Teilnehmenden Übergänge im Lebenslauf thematisieren und für die Brüche in der Lebensgeschichte von Menschen mit UK-Bedarf sensibilisieren.
Marie Just, Förderschullehrerin an einer GE-Schule in Lüneburg und im Mobilen Dienst UK der Landesschulbehörde.

Mein Weg zur UK-Referentin
Workshop Runde 1, Freitag, 16:45-18:00 Uhr
Ich berichte von meinen Anfängen, den Herausforderungen und wie ich sie gemeistert habe. Und was meine Aufgaben als UK Referentin sind. Für alle UK-Nutzer da draußen: Ich zeige euch, wie auch ihr Referenten werden könnt.
Lena Hartung ist 31 Jahre alt. Sie wohnt alleine in einer eigenen Wohnung in Hochheim und arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Wallau. Wegen einer Stimmbandlähmung kann sie nicht sprechen und nutzt ein iPad zur Kommunikation. Seit 2014 hält sie Vorträge über UK.

Bilderbücher für Erwachsene zur Kommunikationsanbahnung
Workshop Runde 1, Freitag, 16:45-18:00 Uhr
Es gibt sehr viele, wunderschön gestaltete Bilderbücher die ausgesprochen gut für die Kommunikationsanbahnung mit erwachsenen Menschen geeignet sind. Im Workshop stelle ich mehrere Bücher und ihren Einsatz im Alltag und zu speziellen Themen vor.
Kerstin Rüster, Königslutter Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation Referentin der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation.

Dayna-Michelle Wachter
Workshop Runde 1, Freitag, 16:45-18:00 Uhr
Informationen folgen.

Mit Unterstützter Kommunikation zu mehr Selbstbestimmung im Erwachsenenalter
Workshop Runde 1, Freitag, 16:45-18:00 Uhr; Workshop Runde 2, Samstag, 10:45-12:00 Uhr
Dieser Workshop bietet Einblicke in verschiedene Facetten der Unterstützten Kommunikation zur verbesserten Teilhabe an persönlichen Entscheidungen, Gesprächen und Bedürfnissäußerungen. Ich lade Sie ein zu einem intensiven Austausch mit Beispielen aus Wohngruppen, Werkstätten und Fördergruppen.
Franziska Musketa, Diplompädagogin; Lehrkraft Förderschule GE, Sprachtherapeutin am MZEB Halle/ Saale.

Unterstützte Kommunikation und Logopädie in nachschulischen Lebenswelten
Workshop Runde 1, Freitag, 16:45-18:00 Uhr; Workshop Runde 3, Samstag, 13:30-14:45 Uhr
Als Logopädin begleite ich unterstützt-kommunizierende Klienten im schulischen und nachschulischen Bereich. Dabei stellen sich immer wieder die Fragen: „Wie lässt sich der Übergang von der Schule in den nachschulischen Bereich gut vorbereiten und begleiten?“ und „Wie lässt sich die Nutzung von Unterstützter Kommunikation in nachschulischen Lebenswelten umsetzen und wie kann dies aus therapeutischer Sicht unterstützt werden?“ In diesem Workshop werde ich von meinen Erfahrungen berichten und Ideen vorstellen. Zudem wollen wir gemeinsam überlegen, wie sich UK in nachschulischen Lebenswelten anwenden lässt.
Anke Wirsam, Logopädin B.Sc. Fachkraft für Unterstützte Kommunikation.

Unterstützte Kommunikation in der WfbM Von der Basisinitiative zur gelebten Praxis
Workshop Runde 1, Freitag, 16:45-18:00 Uhr; Workshop Runde 3, Samstag, 13:30-14:45 Uhr
Der Vortrag gibt einen praxisnahen Einblick in die Implementierung von Unterstützter Kommunikation (UK) in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Seit 2008 entwickelte sich UK nicht als zeitlich begrenztes Projekt, sondern aus einer Basisinitiative heraus zu einem festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, wie durch den Aufbau von Arbeitskreisen, die Qualifizierung von UK-Fachkräften und die Entwicklung eines einrichtungsweiten Konzepts nachhaltige Strukturen geschaffen wurden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verankerung von UK im pädagogischen Alltag, der Haltung der Mitarbeitenden sowie Maßnahmen zur gemeinsamen Verständigungsbasis. Neben Erfolgsfaktoren werden auch Herausforderungen, Fragen der Finanzierung sowie die Bedeutung von Netzwerken und Kooperationen beleuchtet. Ziel ist es, praxisnahe Impulse für die eigene Einrichtung zu geben und Wege aufzuzeigen, wie UK langfristig implementiert werden kann.
Axel Dürr, Heilerziehungspfleger, Heilpädagoge - Leitung des Fachbereichs Fördergruppen und des Steuerkreises UK in den Theo-Lorch-Werkstätten gGmbH Ludwigsburg.

Sie haben Streit mit dem Träger der Eingliederungshilfe? Wir unterstützen Sie bei der Klärung – unabhängig, unbürokratisch und kostenfrei.
Workshop Runde 1, Freitag, 16:45-18:00 Uhr
Die Clearingstelle stellt sich vor.
Justine Fussan, Clearingstelle nach SächsAGSGB beim Landesbeauftragten für Inklusion der Menschen mit Behinderungen.

UK im nachschulischen Bereich Arbeit (Werkstatt / Förder- und Betreuungsbereich)
Workshop Runde 2, Samstag, 10:45-12:00 Uhr
UK im Arbeitsalltag (Erfahrungen u. Anwendungen); Übergangsgestaltung Schule - Arbeit; UK im Alter; Defizite und Lösungsansätze / wie kann UK im nachschulischen Bereich gut implementiert werden? was braucht es?
Tim Lehmann, Gruppenleiter Förder- und Betreuungsbereich / CSW - WfbM St. Michael in Leipzig Fachkraft für Unterstützte Kommunikation.

"Willst du mit mir ERZÄHLEN? Dann spreche ab jetzt UK*isch." Kommunikation auf allen Ebenen in der Tagesförderung
Workshop Runde 2, Samstag, 10:45-12:00 Uhr
In diesem Workshop erlebst du praxisnah und lebendig WIE, WO und WANN wir miteinander interagieren und kommunizieren. Du baust mit uns GEMEINSAM, den Rahmen für eine GELINGENDE KOMMUNIKATION und lernst UK - Strategien kennen, die für deine Arbeit in der Tagesförderung wertvoll sind.
Tina Kratzius, UK Fachberaterin, Bereich Tagesförderung Borghardtstiftung zu Stendal "Ein liebevolles Herz, eine bedeutsame Kommunikationsform."

Einführung in interaktive Klangwelten mit dem MotionComposer
Workshop Runde 2, Samstag, 10:45-12:00 Uhr

Dieser Workshop bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, das Gerät selbst auszuprobieren. Der MotionComposer ist ein interaktives System, das Bewegung in Musik umwandelt.
Während sich die Unterstützte Kommunikation (UK) oft auf kognitive Ausdrucksformen konzentriert, eröffnet dieser Ansatz eine weitere Dimension: den emotionalen und künstlerischen Ausdruck. Durch Musik und Bewegung können sich die Teilnehmenden unmittelbar, intuitiv und auf sinnvolle Weise ausdrücken. Der Workshop lädt sie ein, diese Form der Kommunikation selbst zu erleben.
Delphine Lavau, Projektleiterin MotionComposer GmbH - Choreoke_ Kunst-Gruppe.

Selbstbestimmt durch den Alltag: Musik und Fotos eigenständig erleben
Workshop Runde 2, Samstag, 10:45-12:00 Uhr
Das Ansteuern eigener Musik kann die Gefühlswelt im Alltag positiv begleiten und das Anschauen von Fotos stellt häufig positive Erzählanlässe her.
Das Teilen dieser gemeinsamen Erinnerungen aber auch die Ansteuerung eigener Musik kann jedoch durch motorische Einschränkungen in der Bedienung von Handy oder Tablet beeinträchtigt sein. Oft bleiben die Nutzer abhängig von Bezugspersonen. Dieser Workshop bietet die Möglichkeit mithilfe der ISwitch seine eigenen Handys oder Tablets zu verbinden und selbst die Verbindung und Funktionen an seinen eigenen Geräten auszuprobieren. Bitte mitbringen: eigene Handys/ Tablets vorzugsweise Iphone/ Ipad/ Ipod!
Susann Titze, Logopädin Kommunikationspädagogin UK Prentke Romich.

Umfeld steuern mit Sprache & Technik – Umfeldkontrolle mit TD I‑Serie/I-110, TD Snap und Sprachassistenten (Alexa, Siri & Co.)
Workshop Runde 2, Samstag, 10:45-12:00 Uhr
In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden, wie Umfeldsteuerung für Menschen mit Unterstützter Kommunikation praktisch umgesetzt werden kann. Vorgestellt werden Möglichkeiten der Umfeldkontrolle über TD I‑Serie/I-110 sowie TD Snap in Kombination mit Sprachassistenten wie Alexa oder Siri. Sowie der speziellen NUtzung von Google Assistant. Anhand konkreter Beispiele aus Alltag, Wohnen und Arbeit wird gezeigt, wie Geräte, Medien und Routinen selbstbestimmt gesteuert werden können. Der Fokus liegt auf Praxis, Teilhabe und niedrigschwelligen Lösungsansätzen.
Richard Hohlfeld, Heilerziehungspfleger Rehamedia.

Licht aus, Film ab … Selbstständigkeit, Teilhabe und Komfort im Alltag
Workshop Runde 2, Samstag, 10:45-12:00 Uhr
Dieser Workshop richtet sich an Angehörige und Betreuer:innen von Menschen mit Behinderung im Bereich der nachschulischen Lebenswelten. Im Mittelpunkt steht die Umfeldsteuerung zur Förderung von Selbstständigkeit, Teilhabe und Komfort im Alltag. Vorgestellt werden praxisnahe Lösungen – von einfachen Tastern mit Power-Link über tabletbasierte Steuerung (iPad) sowie Möglichkeiten mit der Augensteuerung. Die Teilnehmenden lernen Einsatzmöglichkeiten, Anpassung an individuelle Fähigkeiten sowie Beispiele aus dem Alltag kennen und werden verschiedene Stationen zum Erleben der Möglichkeiten durchlaufen. Wir wollen mit dem Workshop Orientierung bei Auswahl und Einrichtung geben, Berührungsängste minimieren und Ideen schaffen bei pädagogisch-pflegerischer Begleitung auch Technologien nicht zu vergessen. Der Spaß wird hierbei nicht zu kurz kommen.
Alexander Klich, Rehavista Vertriebstechniker/ Berater für Medizinprodukte;
Franziska Kretzschmer, Ergotherapeutin/ Beraterin für Medizinprodukte/Fachtherapeutin für UK nach GesUK Standard
Aline John, Logopädin/ Beraterin für Medizinprodukte/ Kommunikationspädagogin (LUK).

Selbstbestimmt mit Talker
Workshop Runde 3, Samstag, 13:30-14:45 Uhr
Mein Name ist Benito Schreier und ich wohne alleine in einer Wohnung. In meinem Leben bin ich auf verschiedene Hilfsmittel angewiesen, wie zum Beispiel auf meinem E Rollstuhl, mit dem ich mich frei durch die Stadt bewegen kann, oder meinem Talker Accent 1000. Mit dieser Kommunikationshilfe kann ich in meinen Leben mit unterschiedlichen Menschen in den Kontakt treten und mich unterhalten. Durch den Talker kann ich selbstbestimmter am Leben teilnehmen. Wie ich mit meinen Talker umgehe, möchte ich in diesem Vortrag zeigen.
Viele Grüße, euer Benito

Einsatzmöglichkeiten Unterstützter Kommunikation im Alltag - Beispiele aus einer Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung
Workshop Runde 3, Samstag, 13:30-14:45 Uhr; Workshop Runde 4, Samstag, 15:00-16:15 Uhr
Menschen mit einer geistigen Behinderung benötigen im Alltag eine Strukturierung, die ihnen Orientierung u. dadurch Sicherheit bietet. Es werden Beispiele vorgestellt, wie dies durch Unterstützte Kommunikation gelingen kann - sowohl im Alltäglichen als auch im Besonderen (z.B. im Urlaub oder auf Ausflügen). Neben dem Besuch der Werkstatt oder Tagesbetreuung stellt auch für unsere Bewohner/ -innen der Freizeitbereich einen wichtigen Bestandteil des Lebens dar. Hier stehen u.a. folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie kann ich ganz bewusst Entscheidungen treffen, auch wenn ich nicht oder nur stark eingeschränkt sprechen kann? Wie kann es gelingen, am Leben außerhalb der Wohnstätte teilzuhaben bzw. mit Anderen in Kontakt zu treten?
Tanja Bartel, Freiberg Diakonisches Werk Freiberg e.V. Wohnstätte Kretzschmarstift.

Qualifizierte UK Assistenz refinanziert
Workshop Runde 3, Samstag, 13:30-14:45 Uhr
Der Kostenträger sieht mit dem persönlichen Budget den Einsatz von qualifizierter Assistenz vor. Wie die Assistenz beantragt werden kann, welche Voraussetzungen notwendig sind und wo die Stolpersteine liegen, soll thematisiert werden.
Kerstin Rüster, Königslutter Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation Referentin der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation

Selbstbestimmt lieben und leben mit Unterstützter Kommunikation
Workshop Runde 3, Samstag, 13:30-14:45 Uhr

Sexualität ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Unterstützte Kommunikation hilft, Wünsche, Gefühle und Grenzen auszudrücken –  in Bezug auf Sexualität, Liebe und Freundschaft. So können Menschen ihre Beziehungen und ihre Sexualität selbstbestimmt gestalten. Der Vortrag zeigt, wie Kommunikation Sicherheit, Aufklärung und Selbstvertrauen stärken kann.
Silke Braun, Heilerziehungspflegerin; UK-Koordinatorin bei Mosaik-Berlin gGmbH; Fach-Referentin der GesUK; Leitung der Weiterbildung zur UK-FachberaterIn (nachschulische Lebenswelten)

Mein Leben im ambulant betreuten Wohnen
Workshop Runde 3, Samstag, 13:30-14:45 Uhr
Seit 2022 lebe ich selbstständig mit Unterstützung. Ich erzähle von meinem Weg dorthin, wie ich dazu gekommen bin, den Herausforderungen und den vielen positiven Aspekten. Ich möchte anderen Mut machen auch im betreuten Wohnen zu leben.  Lassen Sie sich inspirieren!
Lena Hartung ist 31 Jahre alt. Sie wohnt alleine in einer eigenen Wohnung in Hochheim und arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Wallau. Wegen einer Stimmbandlähmung kann sie nicht sprechen und nutzt ein iPad zur Kommunikation. Seit 2014 hält sie Vorträge über UK.

Zwischen Empowerment und Abhängigkeit: KI in der Unterstützten Kommunikation
Workshop Runde 3, Samstag, 13:30-14:45 Uhr
Künstliche Intelligenz verändert unseren Alltag – doch was bedeutet das für Menschen, die auf Unterstützte Kommunikation (UK) angewiesen sind? Zwischen neuen Möglichkeiten der Teilhabe und wachsenden Abhängigkeiten eröffnet sich ein Spannungsfeld, das pädagogische, technische und ethische Fragen gleichermaßen berührt. Der Vortrag beleuchtet, wie KI-basierte Systeme bereits heute Kommunikation unterstützen, Bedürfnisse antizipieren und individuelle Ausdrucksformen erweitern. Gleichzeitig wird diskutiert, wo Grenzen verlaufen und sich Datenschutz, Selbstbestimmung und Teilhabe in Einklang bringen lassen. Neben einer verständlichen Einordnung von KI im Kontext sozialer Arbeit gibt der Vortrag einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich Unterstützte Kommunikation. Im Fokus steht dabei die Perspektive der Nutzenden: Wie können ihre Bedürfnisse, Kompetenzen und Rechte in einer zunehmend technisierten Umwelt gewahrt werden? Ziel ist es, Chancen und Risiken differenziert zu betrachten und praxisnahe Leitlinien für Fachkräfte und Einrichtungen zu entwickeln – für einen reflektierten Umgang mit KI, der Empowerment ermöglicht, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen.
Berit Mühl, Sozialarbeit M.A.
Ulrike Stollberg, Landesreferentin für GE – Sachsen Verband Sonderpädagogik e. V.

Lieder komponieren und singen mit dem MotionComposer
Workshop Runde 4, Samstag, 15:00-16:15 Uhr
Singen von Liedern kann Körper und Emotionen auf besondere, kraftvolle Weise verbinden. Wenn wir singen, atmen wir im Rhythmus und im Einklang mit anderen – das verbindet uns direkt mit den Menschen um uns herum. Wir tauchen ein in die „Musikerversion“ vom MotionComposer. Sie ermöglicht es uns, jedes Lied als eine Abfolge von Akkorden zu programmieren und es dann auf verschiedene Arten zu spielen: durch Gesten, durch fließende Bewegungen oder über taktile Schnittstellen wie die MC-Tasten. In diesem praxisorientierten Workshop – besonders für Nicht-Musiker*innen geeignet – lernen wir, wie sich Lieder mit dem MotionComposer erstellen und spielen lassen. Wir zeigen auch konkrete Möglichkeiten auf, wie Menschen mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten an diesen gemeinsamen, inspirierenden musikalischen Erlebnissen teilnehmen können.
Delphine Lavau, Projektleiterin MotionComposer GmbH - Choreoke_ Kunst-Gruppe

"Nimm mich wahr und schenk mir ein langes LÄCHELN in mein Gesicht." -  "Ich weiß nicht wie?"
Menschen in frühen Entwicklungen in Tagesförderstätten begleiten und in ihrer Kommunikation fördern.
Workshop Runde 4, Samstag, 15:00-16:15 Uhr
Plötzlich begleitest du in deiner Fördergruppe jemand "Neues" und dann noch mit herausfordernden Verhalten. Aus Biografie und dem nahen Umfeld bekommst du nur wenige Informationen. Du stößt an deine Grenzen. Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht und fragst dich: Was mach ich hier eigentlich? In diesem Workshop bekommst du anhand eines Fallbeispiel ein Repertoire an UK und planst erste Schritte, um Menschen aus frühen Entwicklungen "herauszuholen" und sie in ihrer Kommunikation zu fördern.
Tina Kratzius, UK Fachberaterin, Bereich Tagesförderung Borghardtstiftung zu Stendal "Ein liebevolles Herz, eine bedeutsame Kommunikationsform."

UK bei Demenz
Workshop Runde 4, Samstag, 15:00-16:15 Uhr
In meiner Arbeit mit Menschen mit beginnender Demenz wurde deutlich, dass viele Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation den Lebensalltag deutlich erleichtern. Im Workshop werden die Umgangsweise mit Menschen mit Demenz und der Einsatz der UK Materialien konkretisiert.
Kerstin Rüster, Königslutter Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation Referentin der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation

Kontakt, Interaktion und Beziehungsgestaltung - Die Kunst des authentischen Begleitens
Workshop Runde 4, Samstag, 15:00-16:15 Uhr
Mitarbeiter in persönlichen Assistenzen, Wohnformen, Förderbereichen und Werkstätten sind regelmäßig in Kontakt zu Assistenznehmern, Bewohnern, Mitarbeitern, zu Betreuenden. Das Aufgabengebiet bringt es mit sich, die Bedürfnisse und Befindlichkeiten dieser Zielgruppe zu erkennen und darauf einzugehen.  Oftmals wird dabei aber nicht erkannt, dass dadurch der Zugang zu sich selbst beeinflusst wird oder sogar verlorengeht. Wie wirkt sich dies aber auf die Beziehung zur Zielgruppe aus? Ich lade Sie zu einer Forschungsreise ein, in welcher wir erkennen, wie eine gesunde Basis in unserer Interaktion und Kommunikation trägt und welche Auswirkungen dies dann in unserem Handeln und Tun im Hinblick auf Interaktionen, Beziehungsgestaltung und Konflikte haben kann.
Uwe Billerbeck, Dresden, Kommunikationspädagoge UK, Beratungsstelle UK, Coach für AMW-Therapie® i.A.

Verbesserung von Klinikalltag und Heilungschancen durch Unterstützte Kommunikation - Das Klinikbuch im Einsatz bei Jugendlichen und  Erwachsenen mit komplexen Behinderungen
Workshop Runde 4, Samstag, 15:00-16:15 Uhr
Unterstützt kommunizierende Jugendliche und Erwachsene stehen im Krankenhaus häufig vor erheblichen kommunikativen Barrieren. Ihre Bedürfnisse und Ängste können sie oft nicht ausreichend mitteilen und sind somit von den Deutungen des Pflegepersonals abhängig. Dies wirkt sich negativ auf die Versorgungsqualität und den Behandlungserfolg aus. Im Workshop erfahren Sie die Hintergründe zur Entstehungsgeschichte des Klinikbuches. Praxisnah wird Ihnen das Klinikbuch als Instrument vorgestellt, welches nachhaltig zur gezielten Verständigung zwischen Patienten und medizinischem Personal dient und somit einen Beitrag zur bedürfnis- und ressourcenorientierte Pflege und Betreuung ermöglicht.
Eva Jakubowski, B.Sc. Pflegewissenschaft und M.Sc. Gesundheitspädagogik.
Andrea Scherr, Staatlich anerkannte Heilpädagogin, Zertifizierte UK-Fachkraft.

Gestaltung von Übergängen in das nachschulische Leben für unterstützt kommunizierende junge Erwachsene
Workshop Runde 4, Samstag, 15:00-16:15 Uhr
Damit die Transition von Jugendlichen mit komplexer Behinderung erfolgreich gelingen kann, braucht es eine Berufs- und Lebensorientierung. Gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmenden möchten wir bestehende Übergangsprozesse der Berufsorientierung analysieren und neue Sichtweisen/ Gestaltungsspielräume aufzeigen.
Prof. Dr. Markus Spreer, Institut für Förderpädagogik, Universität Leipzig.
Ulrike Stollberg, Landesreferentin GE-vds Sachsen.

Organisatorisches

Verpflegung
Für Ihre Verpflegung ist an beiden Tagen gesorgt. Speisen und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten. Es gibt nur vegetarische Gerichte.

Anreise und Übernachtung
Für Informationen folgen Sie bitte diesem Link.
Bitte buchen Sie Ihre Übernachtung auf eigene Kosten selbst.

Seminarorganisation
Aliki Gerich, a.gerich@gesellschaft-uk.org, 0221 989 45 217.

Veranstalter:

Regionalgruppen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Veranstaltungsort:

Universität Leipzig - Institut für Förderpädagogik
Marschnerstr. 29e, Haus 5
04109 Leipzig
Deutschland

Zielgruppen:

Einsteiger, Familien und Angehörige, Fortgeschrittene, Interessierte, UK-Nutzer

Teilnahmegebühren:

175 EUR / ermäßigt 125 EUR

Teilnehmerzahl:

mindestens 80 / maximal 120

Weitere Informationen/ Downloads:

Ermäßigung
Die Ermäßigung gilt für Mitglieder der GesUK e.V.
sowie für Studierende, Schüler:innen und Bezieher:innen von Transferleistungen
wie ALG II, Sozialgeld oder Hilfen zum Lebensunterhalt nach SGB XII.

Teilnahmegebühr für UK-Nutzende: 20 Euro
Sie nutzen Unterstützte Kommunikation?
Dann bezahlen Sie weniger.

Anmeldung
1. Klicken Sie auf den Button „Jetzt anmelden“.
2. Melden Sie sich für die Workshops an.
3. Schreiben Sie danach eine E‑Mail an: a.gerich@gesellschaft-uk.org.
4. Schreiben Sie in die E-Mail: „Ich nutze UK.“

Dann kostet die Teilnahme 20 Euro.
Sie bekommen die Rechnung im Oktober per E-Mail.

Wenn Sie kein Geld haben
Sie können die 20 Euro nicht bezahlen?
Dann schreiben Sie uns bitte auch eine E-Mail.
Sie müssen dann nichts bezahlen.