Infos für den Herbst 2025

Liebe Leserin, lieber Leser,
liebe Hörerin, lieber Hörer,

in der Herbst-Ausgabe unseres Infobriefes "UK für Dich" findet Ihr wie gewohnt eine bunte Mischung von Artikeln und Informationen aus der Welt der UK und insbesondere der GesUK.
Alle Beiträge werden wie gewohnt in Text- und Audio- Form präsentiert.
Diese Ausgabe hat dennoch einen besonderen thematischen Schwerpunkt: die Verbindung von Unterstützter Kommunikation und Künstlicher Intelligenz (KI).

Drei unterstützt kommunizierende Menschen, nämlich Laura Blaschke, Benjamin Hannibal und Lennart Godow haben Texte mit und/oder über UK und KI geschrieben und zeigen, wie sie ChatGPT und Co. nutzen. Folgerichtig haben wir uns entschieden, einige Audios auch einmal künstlich erzeugen zu lassen; das Ergebnis klingt erschütternd menschlich.
Überall, wo KI "drin" ist, haben wir dies auch mit einem entsprechenden kleinen Logo gekennzeichnet. Dieses Prinzip wollen wir aus Transparenzgründen in Zukunft beibehalten, wenn wir KI nutzen.
Auch wenn die Verwendung von KI denkbar einfach ist: Wir werden künftig wieder nahezu aussschließlich echte, von Menschen mit dem Mund oder dem Talker produzierte Stimmen bei den Hör-Aufnahmen verwenden.

Neben Lennart Godow freue ich mich, mit Laura Blaschke eine weitere unterstützt kommunizierende Person in der Redaktion der "UK für Dich" begrüßen zu können. Von Lennart stammen zwei Artikel in dieser Ausgabe, und Laura gibt ihren Einstand gleich mit einem ausführlichen, sehr persönlichen Beitrag sowie einem Bericht über eine neue Software- Entwicklung zur Ansteuerung von Computern.

Viel Spaß beim Lesen und hören wünschen Laura aus Karlsruhe, Lennart aus Hannover und Martin aus Köln.




UK Forum: "UK in Schule und Unterricht“

Benjamin Hannibal und KI

Benjamin Hannibal beantwortet Fragen zu seiner Schulzeit.

Im September ist mit dem "UK- Forum" ein neues Weiterbildungsformat der GesUK gestartet. Gleich im ersten Modul hat Benjamin Hannibal, ein unterstützt sprechender junger Mann und UK- Referent- Anwärter, der mit Augensteuerung kommuniziert, vier Fragen zu seiner Schulbiografie beantwortet. Das Interessante dabei: Er sich hat für seine Antworten ChatGPT bedient. KI bei der Beschreibung persönlicher Erfahrungen? Wie kann das funktionieren?

Am Beispiel der Frage: 
"Welche Tipps hast du für die Teilnehmenden in Hinblick auf UK in Schule und Unterricht?" möchten Benjamin und ich den Einsatz von KI analysieren.


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Benjamin hat folgende Prompts eingegeben:


  • „Habt Geduld mit mir – UK braucht einfach ein bisschen mehr Zeit.“
  • „UK ist für mich kein Ersatz, sondern mein Sprachrohr.“
  • „Wartet bitte, bis ich fertig bin – meine Antwort zählt genauso wie jede andere.“
  • „Integriert UK von Anfang an in den Unterricht, dann bin ich wirklich mittendrin.“
  • „Fragt mich ruhig, wie UK funktioniert – ich zeige es gerne.“
  • „Es hilft sehr, wenn alle zusammenarbeiten: Lehrer, Begleiter, Eltern und Therapeuten.“
  • „Lobt auch die kleinen Schritte – hinter jeder Äußerung steckt viel Arbeit.
  • Auftrag an ChatGPT: 
"Schreib mir bitte einen langen Text!"

Im Seminar gab er den Hinweis, als Experiment einmal KI benutzt zu haben und er versicherte, dass der Text nach seiner Überarbeitung komplett seiner Meinung entspricht.

Und das hat KI aus seinen Prompts gemacht:

"Wenn ich auf meine Schulzeit mit UK zurückblicke, dann gibt es einige Dinge, die mir besonders geholfen haben – und genau daraus möchte ich Tipps für andere ableiten, die mit UK in der Schule zu tun haben.

Das Wichtigste zuerst: Habt Geduld. Kommunikation über UK dauert länger. Es ist manchmal mühsam, bis ein Satz zusammengestellt ist oder das passende Symbol gefunden wird. Aber für mich ist es unglaublich wertvoll, wenn andere die Zeit aufbringen, wirklich zuzuhören und zu warten. Das gibt mir das Gefühl, dass meine Worte genauso wichtig sind wie die der anderen.

Ein weiterer Tipp ist: Bezieht UK von Anfang an aktiv in den Unterricht ein. Nicht so, dass es „irgendwie nebenher läuft“, sondern dass es ein ganz normaler Teil ist. Das bedeutet: Materialien vorbereiten, die für UK-Nutzer zugänglich sind, zum Beispiel Arbeitsblätter mit Symbolen oder vereinfachten Texten. Wenn das gelingt, fühlt man sich nicht mehr als „Extra“, sondern als vollwertiger Teil des Unterrichts.
Sehr geholfen hat mir auch, wenn Lehrer*innen oder Mitschüler neugierig waren und mich gefragt haben: „Wie machst du das eigentlich?“ oder „Zeig mir mal, wie das bei dir funktioniert.“ Mein Tipp ist also: Traut euch, Fragen zu stellen und interessiert zu sein. Das nimmt Unsicherheiten und zeigt mir, dass ihr mich ernst nehmt.

Für die Lehrer*innen: Schafft Raum für Antworten. Manchmal reicht es schon, eine kleine Pause länger zu warten oder bewusst zu sagen: „Wir hören uns jetzt auch noch an, was XY zu sagen hat.“ Solche Momente machen einen riesigen Unterschied, weil sie zeigen, dass Teilhabe nicht nur ein Wort ist, sondern wirklich gelebt wird.

Auch wichtig: UK ist kein Ersatz, sondern ein gleichwertiges Kommunikationsmittel. Oft habe ich erlebt, dass es nur als Übergang gesehen wurde – nach dem Motto „eigentlich sollst du doch sprechen lernen“. Aber UK ist für mich ein Schlüssel, um mich mitzuteilen. Mein Tipp ist deshalb: Nehmt UK ernst und wertschätzt es genauso wie gesprochene Sprache.

Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht: Zusammenarbeit ist alles. Wenn Lehrerinnen, Schulbegleiterinnen, Therapeut*innen und Eltern an einem Strang ziehen, dann funktioniert UK viel besser. Mein Tipp ist daher: Sucht den Austausch miteinander, stimmt euch ab, nutzt nach Möglichkeit die gleichen Symbole oder Systeme. Das schafft Sicherheit und Kontinuität.

Und zuletzt: Lob und Anerkennung sind unglaublich wichtig. Jede kleine Äußerung über UK ist ein Erfolg, weil viel Energie und Konzentration dahinter steckt. Wer das wertschätzt, gibt einem das Gefühl, dass es sich lohnt, dranzubleiben.

Zusammengefasst wären meine Tipps: Geduldig sein, UK selbstverständlich in den Unterricht integrieren, interessiert und offen bleiben, Raum für Antworten schaffen, UK als gleichwertig ansehen, eng zusammenarbeiten und Erfolge wertschätzen. Wenn all das gelingt, dann kann UK wirklich das sein, was es sein soll: eine Brücke zur Teilhabe und ein Tor zur Gemeinschaft.

Benjamin Hannibal




Lennart Godow: Wie ich ChatGPT benutze

UK und Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Verbindung, die in vielerlei Hinsicht zukünftig immer bedeutsamer wird. Lennart Godow, Redaktionsmitglied, erklärt hier in leicht verständlicher Sprache seinen Umgang mit ChatGPT.


Ich benutze Unterstützte Kommunikation.

Mit meinem Talker kann ich schreiben und sprechen.

Oft arbeite ich mit ChatGPT.

Das ist ein Programm, mit dem man reden kann – so wie mit einem echten Menschen.



Ich schreibe einen Satz in das Feld.

Das nennt man Prompt.

ChatGPT liest den Satz und schreibt eine Antwort.

Das geht sehr schnell.

So kann ich vieles machen: schreiben, lernen, planen oder kreativ sein.



Wenn ich Musik machen will, schreibe ich zum Beispiel:

„Schreib mir ein Lied über Freundschaft.“

Dann bekomme ich gleich einen Songtext.



Oder ich frage:
„Erklär mir, was künstliche Intelligenz ist.“

Dann bekomme ich eine einfache Erklärung, die ich gut verstehe.



Manchmal hilft mir ChatGPT bei meiner Arbeit.

Ich kann damit Texte für Vorträge oder Briefe vorbereiten.

Auch beim Üben für Gespräche oder Präsentationen hilft es mir.



Ich mag, dass ChatGPT freundlich ist und sich an mich anpasst.

Wenn ich schreibe:

„Mach den Text einfacher.“,

dann erklärt ChatGPT alles in leichter Sprache.



Ich kann auch sagen:

„Schreib mit Emojis.“

Dann wird der Text fröhlicher.

ChatGPT hilft mir, meine Gedanken aufzuschreiben.

Ich kann zeigen, was ich weiß und was ich fühle.

Das macht mich selbstständiger.

Und es macht Spaß!



Was ist ein Prompt?

Ein Prompt ist das, was man in ChatGPT hineinschreibt.


Zum Beispiel eine Frage, eine Aufgabe oder eine Idee.

ChatGPT antwortet darauf mit Text, den man lesen oder weiter benutzen kann.





Die Gesichter der GesUK

Ute Schnelle

Martin Baunach: Hallo Ute.

Ute Schnelle: Ja, hallo Martin.

Danke, dass du dir ein bisschen Zeit nimmst für unser Gespräch. Bei unserem Kongress im November wird ja auf der Mitgliederversammlung turnusgemäß wieder ein neuer Vorstand gewählt. Kandidierst du wieder?

Nein, ich habe es ja schon mehrfach angekündigt, dass ich mein Amt abgeben möchte und diesmal ist es soweit. Es sieht sehr gut aus, dass ich mein Vorstandsamt beenden werde in diesem Herbst.

Und da gibt es auch nichts mehr zu überreden oder so? Die Entscheidung ist gefallen?

Die Entscheidung ist gefallen. Ich hatte nicht vor, das Amt mit in die Rente zu nehmen. Auch wenn das Steuerbüro schon sehr gejault hat und gesagt hat, was?

Du gehörst ja zum Vorstand-Urgestein der GesUK. Wie lange bist du eigentlich schon im Vorstand?

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Ich bin in den Vorstand gekommen im Herbst 2013. Da hieß der Verein noch ISAAC und hatte den damaligen Vorstand mit Wolfgang Breul und Marie Just und Andrea Erdélyi war eigentlich noch offiziell drin, sowie Susanne Mischow. Und ja, das war eine sehr spannende Zeit und war auch relativ witzig, wie ich zu meinem Vorstandsamt gekommen bin.

Ja, erzähl mal.

Ich war vorher ja viele Jahre Regioleitung in der NRW gewesen und hatte sonst keine weiteren Ambitionen. Und dann gab es ja diesen Vorstandswechsel von dem Vorstand damals noch mit Andreas Seiler-Kesselheim. Die haben sehr lange gesucht, bis sich ein neues Team fand.
Und wir waren dann nach Wedel bei Hamburg umgezogen. Mein Mann hatte sich beruflich verändert und ich musste meine Stelle aufgeben und damit auch mein UK-Netzwerk in NRW, was ich dann sehr bedauert habe. Und ich weiß, es gab diesen legendären Moment, wo ich so an der Elbe lang spaziert bin und irgendwie gedacht habe, wo fange ich denn hier an?
Und da klingelte mein Handy und Ina Steinhaus war dran. Sie sagte, Ute, es wird ein Platz im Vorstand frei. Könntest du dir das nicht vorstellen?
Und ich sagte, ja, ach, das könnte ich mir vorstellen. Und dann sagte sie Finanzvorstand. Und dann habe ich gesagt, oh, wirklich?
Und dann habe ich mich aber entschlossen, zu einem Treffen zu fahren. In Bremen war das damals, bei Wolfgang Breul in der Küche. Da wurde dann geguckt, ob die Chemie stimmt und ob wir gut zusammenarbeiten können. (...)
Dann bin ich aus heutiger Sicht relativ blauäugig in dieses Amt gegangen und habe mich bei der Mitgliederversammlung gemeldet und gesagt, ich mache das, ohne wirklich zu wissen, auf was ich mich da einlasse.

Ja, aber du scheinst es ja nicht bereut zu haben. Sonst wärst du ja nicht so lange dabeigeblieben.

Nein, habe ich nicht. Also es hat genügend Momente gegeben, wo ich es wirklich verflucht habe und wo es viel Aufruhr gab und böse Mails. Irgendwann hat mein Mann Arne mal verordnet, dass es samstags morgen, solange wir im Bademantel sind, keine GesUK-Mails und Nachrichten geguckt werden, dass man sich nicht schon aufregt.
Aber nein, ich habe mich in mein Amt dann irgendwie wirklich sehr reingefuchst. Ich habe auch Unterstützung, tolle Unterstützung damals vom Steuerbüro gehabt und ich hatte damals Zeit. Ich habe da noch nicht so viel gearbeitet und das war auch dringend nötig, denn irgendwie ich habe am Anfang alles selbst gemacht, also jede Rechnung überwiesen, jede Kontobewegung kontrolliert; die Gelder mussten auch sehr eng kontrolliert und das nochmal ganz anders strukturiert werden.
Ja und ich fand das herausfordernd, aber auch sehr sehr spannend und irgendwann war es dann natürlich auch so, dass klar war, in so einem Verein mit so vielen Pädagogen, also den Finanzvorstand, den wird man nicht so schnell wieder los.

Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Du hast es schon mal angedeutet, es gab nicht nur positive Momente, aber wenn du jetzt die ganze Zeit zurückblickst, wie hat sich der Verein aus deiner Sicht in den letzten Jahren verändert?

Also es ist ja ein langer Zeitraum. Ich bin da wirklich sehr, sehr stolz. Ich finde, der Verein hat sich wirklich ganz toll verändert.
Ich gucke jetzt ja immer aus dem Bereich der Finanzen und der Verein hat sich eben auch in finanzieller Hinsicht irgendwie wirklich wahnsinnig gut entwickelt. Ich habe damals gesagt: Wenn wir finanziell zumindest gut solide aufgestellt sind, eben so, dass wir die Leute, die sich einsetzen und auch unsere Mitarbeitenden gut bezahlen können, dann haben wir ein anderes Standing. Das hat sich in den letzten Jahren eben dahingehend auch entwickelt, dass wir als Verein viel mehr wahrgenommen werden, weil wir jetzt eine Größe haben und wir größere Projekte machen können und als Projektpartner wirklich viel interessanter sind. Ich finde, dass sich der Verein auch mit dieser Neustrukturierung und mit unseren wirklich tollen Mitarbeitenden, wirklich dadurch viel mehr Sichtbarkeit erlangt hat.

Deine Vorstandstätigkeit geht ja so langsam zu Ende: Gibt es Erfahrungen für dein weiteres Leben, die du mitnimmst aus dem Verein, aus deiner Arbeit im Vorstand?

Ja, also eine ganze Menge. Also ich habe wirklich viel gelernt: Über Steuern, Abrechnung, überhaupt buchhalterische Sachen.
Ich musste mich auch mit Arbeitsrecht beschäftigen, was ich nicht so angenehm finde. Also Da hat jetzt zum Beispiel mein jetziger Chef wirklich irgendwie etwas davon.
Also ich habe deutlich mehr Verständnis, wenn jemand eine größere Einrichtung leiten und lenken muss. Das ist so das eine. Und was ich eben auch gelernt habe, gerade in den letzten Jahren nochmal mehr, dass man ruhiger bleibt.
Irgendwie, wenn so geschossen wird, irgendwie per Mail, irgendwie so aus dem Off und sich alle aufregen, dass man erstmal nochmal so durchatmet, eine Runde spazieren geht und nicht gleich irgendwie Puls hat bis oben hin.

Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich gehe ja fest davon aus, dass du uns als Vereinsmitglied erhalten bleibst in der GesUK.

Ja, ganz sicher.

Was ist deine Idee? Auf GesUK bezogen und vielleicht auch privat.

Ich habe gerade heute meiner Kolleginnen und Freundin gesagt, wenn ich mein Vorstandsamt abgebe, dann suchen wir mal irgendwie ein Kursformat für diese erweiterten "flexiblen" ZAKs (Zertifikats- Aufbaukurse), also die zu der UK-Fachkraft gehören als zusätzliches Angebot.
Wir haben ja viel mit autistischen Kindern zu tun und machen eben die Beratung. Ich habe auch vor, dann wirklich mehr Kurse zu geben. Das hatte ich bisher immer so hintenangestellt.
(...)
Meine Verbindung zum Verein bleibt ganz sicher. Ich habe so viele Jahre dafür gearbeitet.

Dann wünschen wir dir alles Gute, auch für deine weitere, jetzt etwas veränderte Vereinsarbeit und natürlich auch privat und persönlich.. Wir danken dir ganz herzlich, dass du so lange durchgehalten hast und wirklich auch mit dafür gesorgt hast, dass wir als Verein inzwischen ziemlich gut dastehen. Ich glaube, das sehen viele, viele ganz genauso im Verein.

Ich bin sehr froh, sonst würde mir diese Entscheidung nicht so leicht fallen, dass ich das Gefühl habe, wir haben eine geeignete Nachfolge gefunden und dass sich da ein neues Team formiert, wo ich sehr gespannt bin und mich auch darauf freue, wie die es weitergestalten, sodass ich jetzt auch das Gefühl habe, ich kann das auch gut abgeben. Das war mir immer wichtig, wenn man lange was aufgebaut hat, dass man dann irgendwann auch sagt, das soll nicht sein wie beim Elternabend, wer nicht schnell genug auf den Boden geguckt hat, der übernimmt dieses Amt, sondern da soll jemand Lust zu haben und ich glaube, das ist gelungen.

Herzlichen Dank für deine Zeit.




Alexander Godow

Martin Baunach: Hallo Alex, du gehörst ja zu den beiden Mitgliedern aus dem Vorstand, die schon vor längerem angekündigt haben, den Vorstand zu verlassen. Ich vermute mal, dass es wenig Zweck hat, dich nochmal dazu überreden, oder?

Alexander Godow: Nein, nein, nein.
Ich glaube, die Entscheidung ist gefallen und wir haben ja auch super Kandidaten für die Nachfolge gefunden, was mich wirklich glücklich macht.

Ja, das stimmt. Was hat dich denn eigentlich ursprünglich dazu bewegt, den Vorsitz zu übernehmen im Verein?

Ach Martin, wie ihr ja alle wisst, ist Lennart, mein Sohn auch eingeschränkt und unterstützt kommunizierend.
Insofern: Der hat so viel im Endeffekt von der GesUK bekommen oder sie hat sich so entwickelt durch die GesUK, dass als die GesUK dann vor vier Jahren, vor fünf Jahren so ein bisschen in, wie sagt man, unruhigem Fahrwasser war, sehr viel Unruhe im Verein, Dinge nicht so klar und so. Da habe ich mir gesagt: So, jetzt gibst du dem Verein auch etwas zurück und habe mir gesagt - obwohl ich dann damals auch schon sehr viel zu tun hatte, das möchte ich jetzt tun. Ich glaube, das ist mir auch gelungen, gemeinsam mit dem Vorstand, dass wir den Verein wieder in ruhigeres Wasser bekommen haben, dass alle dahinter sind.
Das hat mich damals bewogen, dem Verein was zurückzugeben, was auch mir und der Familie gegeben wurde vom Verein und der Gemeinschaft.

Ja, du hast es schon angedeutet, so die berufliche Tätigkeit und das Engagement im Verein in Einklang zu bringen, ist herausfordernd, oder? Hast du wahrscheinlich auch so erlebt?

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Ja, ich weiß nicht, aber ich habe ja einen sehr süßen Job. Ich arbeite ja für einen, oder ich bin Vorstand in einem der größten Zuckerhersteller Europas und das ist mit sehr viel Reisetätigkeit verbunden und ich kriege das einfach nicht mehr unter einen Hut, so dass ich dann wirklich noch meine volle Leidenschaft auch dem Verein geben kann.
Ja, und da muss ich einfach sagen, nach vier Jahren, da habe ich mir vielleicht ein bisschen viel zugemutet. Ja, und der Verein verdient einfach mehr Aufmerksamkeit vom ersten Vorsitzenden, als ich das momentan geben kann.

Gut, jetzt nutze ich mal die Chance, dass wir jemanden aus dem Vorstand haben, der nicht aus der pädagogisch-therapeutischen Blase kommt, zwar Vater, auch einen Zugang zu UK hat, aber beruflich halt ganz woanders tätig ist.
Das finde ich spannend, da mal über den Tellerrand zu gucken. Gibt es persönliche Werte und Erfahrungen aus deinem Berufsleben, die du in die Vereinsarbeit mit einbringen konntest?

Beides. Ich glaube, ich konnte Dinge in den Verein einbringen und ich konnte Dinge aus dem Verein in den Beruf einbringen, also auf beiden Seiten.
Also aus dem Berufsleben in den Verein: Bei mir in der Arbeit, sind harte Diskussionen, Offenheit, Transparenz und auch mal ein Streit tagtäglich. Das ist Teil meiner Arbeit. Und wir hatten vor vier Jahren eine große Unzufriedenheit im Verein, weil die Transparenz nicht da war, die Struktur war nicht so klar.

Und ich glaube, mit meiner Art und Weise, diese Offenheit, Transparenz und Kommunikation voranzutreiben, habe ich, glaube ich, Dinge, die ich in der Firma gut mache oder die mich in der Firma auszeichnen, auch in den Verein bringen können. Wir hatten Formate geschaffen, wie das Let's Talk oder andere Formate, glaube ich, die dann auch im Verein was gebracht haben. Also ich glaube, in die Richtung konnte ich dem Verein was geben, vielleicht auch mit meiner ruhigen Art, und dass man mich nicht so schnell aus dem Konzept bringt. Und ich glaube, ich kann auch ganz gut zuhören, habe dabei dann auch alle ein bisschen gut mitnehmen können. Das glaube ich.
Und umgekehrt: Die Offenheit für Menschen mit Einschränkungen. Die Offenheit auch für Menschen, die unterstützte Kommunikation brauchen. Ich glaube, da habe ich auch in der Firma einiges voranbringen können. Wir haben auch einen Beauftragten, einen Behindertenbeauftragten oder wie man das nennt, glaube ich, in Unternehmen. Der wurde vorher gar nicht zugehört. Der hat jetzt ein Ohr bei uns. Der ist jetzt regelmäßig da, hat regelmäßige Termine. Also ich glaube, auch da konnte ich eine Offenheit geschaffen.
Und was ganz besonderes, unser Haupteingang hat einen Rollstuhleingang bekommen, den er vor vier Jahren nicht hatte. Und dann habe ich auch durchgesetzt, dass wir jetzt überall in unseren Bürogebäuden quasi einen rollstuhlgeeigneten Eingang haben.

Gut, da fehlt jetzt eigentlich nur noch der unterstützend sprechende Mitarbeiter in deinem Unternehmen, oder?

Ja, ohne zu viel zu verraten. Wir sind momentan dabei. Es hat sich jemand beworben bei uns, der unterstützt, kommuniziert. Namen möchte ich jetzt hier nicht nennen.
Eine junge Frau. Und da lege ich schon ein gutes Wort dafür ein, dass wir dort weiterkommen. Das ist klasse.

Welche Rolle spielt aus deiner Sicht grundsätzlich gesellschaftliches Engagement für Führungskräfte in der Wirtschaft? Spielt es eine Rolle?

Also, ich finde es immer gut, wenn Menschen nicht nur einen Tunnelblick haben und nicht nur auf das gucken, mit dem sie sich jetzt gerade beschäftigt sind. Also, solche Dinge wie gesellschaftliches Engagement, ob das in der freiwilligen Feuerwehr ist oder ob das im lokalen Schwimmbad ist oder ob das Hilfe und Unterstützung ist im Altenheim oder so.
Das erweitert ja den Horizont. Und ich erfahre und erlebe Menschen, die so etwas neben ihrer normalen Tätigkeit tun, immer als viel offener, viel zugänglicher und angenehmer im Umgang, weil sie einfach auch eine Welt außerhalb dieser Arbeits- und Berufswelt kennen. Und insofern schätze ich das sehr und wertschätze es sehr, wenn Menschen solche Tätigkeiten übernehmen und machen und dafür Leidenschaft aufbringen.

Okay. Ja, kommen wir noch mal zu unserem Verein zurück, zur GesUK. Du hast schon mal etwas angedeutet, was Transparenz schaffen betrifft, was total wichtig ist in jedem Verein.

Kannst du noch mal sagen, welche Projekte oder Initiativen aus deiner Sicht den Verein in den letzten vier Jahren nachhaltig geprägt haben?

Also, ich glaube auf jeden Fall, dass die Erweiterung des Vorstands um die Fachvorstände ein wichtiger und großer Schritt ist. Und natürlich ist das noch nicht alles perfekt.
Das sind alles Ehrenamtler. Wie viel Zeit kann man dort überhaupt hinein investieren neben der normalen Arbeit? Aber ich glaube, das Schaffen der Fachvorstände aus den verschiedenen Bereichen hat uns wirklich vorwärts gebracht. Wenn man sich anguckt, was die Familien vorangebracht haben mit den verschiedensten Treffen, wenn man sich auch teilweise die Inklusionsprojekte, die Botschafterprojekte, die wir geschaffen haben, glaube ich, das kam ja auch aus dem großen Projekt, was wir vorher hatten.
Ja, ich glaube, auch die Verstärkung in der Geschäftsstelle. Wir haben ja auch in der Geschäftsstelle Personal, also Ressourcen geschaffen.
Ich glaube, auch das waren Themen, die dringend notwendig waren, damit der Verein die Dinge gut abarbeiten kann, viele neue Mitglieder, neue Projekte zu managen. Ich glaube, das sind die Themen, die gut vorangekommen sind. Und ich glaube auch, dass sich die ganze Offenheit, die wir im Verein mittlerweile zu den Mitgliedern haben, dass man sich zu Vorstandssitzungen anmelden kann oder regelmäßigen Austausch haben mit Gästen in der Vorstandssitzung.
Und auch das ist die Kommunikation, die wir, die Kommunikationsmöglichkeiten, die wir geschaffen haben, die natürlich auch durch Corona ein Stück weit eröffnet worden sind und die wir dann weiterentwickelt haben. Ich glaube, das ist auch so ein Punkt, der uns weitergebracht hat. Und vielleicht noch mal zu einem Punkt: Das muss ja von beiden Seiten immer kommen. Auf der einen Seite geben wir als Vorstand oder von der Struktur Dinge vor, auf der anderen Seite muss es natürlich auch vom Verein hinterfragt werden.
Und das ist so ein Punkt, wo ich auch denke, wo der Verein sich weiterentwickeln kann. Diese Konzepte müssen auch angenommen werden. Und da, wenn du auch ein bisschen kritisch hinterfragst, da hätte ich mir manchmal gewünscht oder würde ich mir manchmal wünschen, dass man so als Vorstand oder als Gesamtvorstand einfach auch mehr Feedback bekommt oder Vorschläge, Feedback, Ideen, dass wir noch mehr machen können als das, was wir jetzt gemacht haben.

Das ist sicherlich auch eine Perspektive für die Zukunft, die du ansprichst. Gibt es noch einen anderen Bereich, wo du sagst, da haben wir noch Luft nach oben, da wäre es schön, wenn sich die GesUK noch weiterentwickeln würde?

Also wir haben Öffentlichkeitsarbeit, Präsenz, Präsenz in der Öffentlichkeit. Ich glaube, wir haben sehr, sehr, sehr viele aktive, lokale, regionale Kollegen oder Mitglieder, die die Fahne der GesUK hochhalten und die auch lokal, regional total bekannt sind.
Aber wir nutzen diese Power und diese Kraft, die wir da haben, noch nicht, um eine richtige Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Was ist die Meinung der GesUK zu inklusiven politischen Themen? Was ist die Meinung der GesUK zur Haltung der AfD oder der CDU oder ich will jetzt gar nicht zu politisch werden, auch nicht zu parteipolitisch werden. Umstrukturierung des Bürgergeldes und diese ganzen Themen. Ich glaube, da wäre es gut, wenn wir jemanden hätten oder wenn wir ein Team hätten, was sich mit der Öffentlichkeitsarbeit und der Kommunikation, der Haltung der GesUK gegenüber diesen gesellschaftlichen Themen beschäftigt und das dann auch vorantreibt.

Ja, ich denke, da sind wir ja auf einem Weg, gerade im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, noch mehr zu tun. Ja, und dann ist es natürlich recht herausfordernd, und das muss ich ja sagen, das war für mich natürlich auch eine Herausforderung mit meinem eigenen Sohn: Es ist natürlich auch immer wieder eine Herausforderung mit den unterstützt Kommunizierenden, diese Geduld, die man ja als Mundsprachlicher haben, entwickeln muss oder entwickelt.
Und ich glaube, wo wir uns auch noch entwickeln können, ich glaube, und da machst du ja auch eine tolle Arbeit, Martin, ich glaube, wir können den Uklern noch mehr zuhören. Ja, und selbst als Verein, der das als Schwerpunkt hat, habe ich manchmal das Gefühl, dass die Ukler immer noch nicht genug Stimme bei uns haben. Ja, und das ist natürlich auch ein Aufruf an die Ukler, ein Stück weit ihre Stimme lauter zur Geltung zu bringen.

Ja, das sehe ich ganz genau so. Nehmen wir auf jeden Fall mit in die zukünftige Vereinsarbeit. Alex, du hast noch Raum für letzte Worte.

Ja, also ich gebe das Vorstandsamt auf mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Also lachendes Auge, weil ich immer ein schlechtes Gewissen habe. Ich möchte in der GesUK mehr mitarbeiten, aber ich schaffe es einfach nicht.
Dann bin ich in Schweden, dann bin ich in Dänemark, dann bin ich sonst wo unterwegs und schaffe es nicht. Also insofern, da ist das dann ein lachendes Auge, dass ich dann hier aus meinem schlechten Gewissen rauskomme und dass ich da im Endeffekt eine gute Entscheidung getroffen habe. Auf der anderen Seite hat es mir einfach Spaß gemacht mit euch.
Ja, und ich sehe meinen Sohn, ich sehe die anderen Ukler, ich sehe, was du tust, Martin, was wir machen. Und da ist es natürlich, dann wird es mich auch ein bisschen Kraft kosten und ich werde traurig sein, wenn ich nicht mehr so dicht dran bin. Ich werde das aber natürlich weiterverfolgen, werde weiter zu den Kongressen kommen.
Ja, in meiner Brust dann schlagen zwei Herzen im Endeffekt. Auf der einen Seite glücklich zu sein, dass ich jetzt diese Entscheidung getroffen habe und dass es weitergeht auf einen neuen Weg. Aber andererseits sehr traurig, ja, dass ich nicht mehr so dicht an euch dran bin und so einen engen Austausch mit dir, Martin, haben kann, oder mit den anderen Vorständen.

Ja, dann danke ich dir sehr, Alex.

Ich danke dir, Martin.

Und wir wünschen dir alles Gute natürlich und schön zu hören, dass du nicht ganz raus bist aus der Nummer.

Nein. Und wir sehen uns in Leipzig!




Familientag UK in Bochum

Am 13.09.2025 fand der erste Familientag Unterstützte Kommunikation in Bochum statt.

Das Angebot richtete sich an Familien mit einem Kind im Alter zwischen 3 und 10 Jahren, das auf Unterstützte Kommunikation angewiesen ist sowie deren Geschwisterkinder.

8 Familien haben das Angebot genutzt einen Tag voller Spaß, Austausch und Anregungen für weitere UK-Ideen zu erleben. Die Kinder kamen mit unterschiedlichen UK-Vorerfahrungen. In einem Online-Kennlerntreffen zwei Wochen zuvor wurde bereits gemeinsam gesungen, gebärdet und Vorlieben der Kinder erfragt. So konnte sich das Vorbereitungsteam optimal auf die Bedarfe der Kinder und Familien vorbereiten.

Gastgeber war die Kindertageseinrichtung der Evangelischen Kindergartengemeinschaft Familienzentrum/Integrative Kindertagesstätte Wasserstraße in Bochum. Hier standen den Familien mehrere Räume und das wunderbare Außengelände zur Verfügung.

Gestartet wurde der Tag mit einem Singkreis, der das Begrüßungslied aus dem Kennlerntreffen aufgriff. Danach konnten mehrere Angebote mit unterschiedlichen UK-Formen und - Materialien genutzt werden:

Ein Kreativ-Angebot mit Murmelbildern und Salatschleuderbildern gab viel Anlass zum Gespräch über Farben.

Schatzsucher konnten im Kinästhetik-Sand und auf Leuchttischen spannende Entdeckungen machen.

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Beim interaktiven Bilderbuchlesen mit Gebärden und BigMack musste die Raupe Nimmersatt stets aufs Neue gefüttert werden.

Sangesfreudige Kinder fanden auf ihrem (und dem Talker ihres Nebensitzenden) erstaunliche Tiere, die alle mit der Katze tanzen wollten und die Kinderbetreuung für die Geschwisterkinder wurde kurzerhand auch allen Kindern zugänglich gemacht, die gerne schaukeln und das Abwechseln mit Hilfe des TimeTimers gut im Griff hatten.

Der Material-und Beratungstisch fand immer wieder großen Anklang. Hier wurden Ideen gesammelt und durfte ausprobiert werden.

Im gemütlichen Café konnten sich die Teilnehmenden zwischendurch stärken und in den Austausch kommen. Ein gemeinsames Mittagessen- liebevoll zubereitet und angerichtet vom Küchenpersonal der Kindertageseinrichtung brachte Familien zusammen. Talker wurden unter den Kindern getauscht und erprobt, bereitgelegte UK-Tischsets und Symbole fleißig genutzt (meistens um die leckere Currywurst zu loben- denn immerhin fand der Familientag ja in Bochum statt ☺).

Ein besonderes Highlight war die „Autowaschstraße“- ein Parcours, den alle Kinder mit unterschiedlichsten Fahrzeugen, bestückt mit ihren Lieblingshelden, befahren konnten. Es wurde viel gebärdet, gelacht und unterschiedlichste Taster gedrückt.

Ein Abschlusskreis im Garten des Familienzentrums beendete den UK Familientag.

Nun freuen sich alle Beteiligten auf das Online-Nachtreffen, bei dem vielleicht noch der ein oder andere UK-Veranstaltungs-Tipp auf den Weg gegeben wird, Nachwirkungen besprochen und die Fotos und Videosequenzen gezeigt werden.

 

Feedback einer Mutter:
„Ich wollte mich bei Ihnen und allen, die gestern diesen schönen Tag ermöglicht haben, ganz herzlich bedanken.

Es war wirklich schön, ich bzw. wir haben uns sehr willkommen und verstanden gefühlt.
Das Angebot war super auf die Bedürfnisse von unseren Kindern abgestimmt und es wurde Rücksicht auf die verschiedenen Beeinträchtigungen der Kinder genommen.
Ich bin gestern mit einem Herzen voller Dankbarkeit, Freude und Annahme nach Hause gefahren und mein Kopf war voller neuer, kreativer UK Ideen.
Vielen, vielen Dank für dieses wunderschöne Treffen unter "Gleichgesinnten".“

Miriam Thiemann

Audio erstellt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI)

Feedback einer Mutter:
„Ich wollte mich bei Ihnen und allen, die gestern diesen schönen Tag ermöglicht haben, ganz herzlich bedanken.

Es war wirklich schön, ich bzw. wir haben uns sehr willkommen und verstanden gefühlt.
Das Angebot war super auf die Bedürfnisse von unseren Kindern abgestimmt und es wurde Rücksicht auf die verschiedenen Beeinträchtigungen der Kinder genommen.
Ich bin gestern mit einem Herzen voller Dankbarkeit, Freude und Annahme nach Hause gefahren und mein Kopf war voller neuer, kreativer UK Ideen.
Vielen, vielen Dank für dieses wunderschöne Treffen unter "Gleichgesinnten".“

Miriam Thiemann

Audio erstellt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI)




Die kleine Rampensau

Jetzt rede ich! Das Wort ergreifen in der Öffentlichkeit oder: Die kleine Rampensau

Nach dem Kongress ist vor der "Rampensau":
Talkercamps sind inzwischen aus dem Veranstaltungskalender der GesUK nicht mehr wegzudenken.

In der Frühlings- und Sommerausgabe haben wir bereits auf ein spektakuläres (und sehr spezielles) Talkercamp hingewiesen: Die kleine Rampensau.

Inzwischen haben uns viele Anmeldungen von unterstützt sprechenden, frei kommunizierenden jungen Erwachsenen erreicht, und wir hätten noch Platz für 3-4 Teilnehmende ohne Handicap, denn unser größter Wunsch ist ein inklusives Camp. Vielleicht kennt Ihr ja junge Menschen, die wegen ihres Studiums, des Referendariats oder ihres ehrenamtlichen oder politischen Engagements eine hochwertige Mini-Fortbildung zum kleinen Preis in Anspruch nehmen möchten.

Hier sind die Informationen:

Datum: Samstag, 22.11.2025, 10.00 Uhr bis Sonntag, 23.11.2025, 16.00 Uhr

Ort: Jugendherberge Köln- Riehl

Kosten: nur 40.- €

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Dozenten: Alex Oberholzer, MA, Redaktor bei Radio24, Moderation verschiedener Kinosendungen auf StarTV und TeleZüri und regelmäßige Auftritte im Theater
Peter Neumann, MA, Redaktor und Moderator bei Radio24 und Fernsehen SRF sowie Kursleiter an der Universität Zürich.

Die Dozenten beschreiben, was Euch erwartet:
Der Kurs zur Auftrittskompetenz richtet sich an Menschen, welche das Wort an die Öffentlichkeit richten wollen. Sie sollen befähigt werden, selbstsicher vor ein Publikum, ein Mikrofon oder eine Kamera zu treten und ihre Anliegen zu vertreten.
In diesem 2-Tagesseminar erfährst Du, worauf Du dabei achten musst.

Du lernst, ...
...Dich richtig vorzubereiten,

...Dich, Dein Anliegen, Dein Projekt besser zu "verkaufen",

... das, was Du mitteilen willst, auf den Punkt zu bringen,
Außerdem erfährst Du, wie Du wirkst und wie Du mögliche Unsicherheit und Ängste abbauen kannst.

Du übst entweder anhand gestellter oder gewählter Aufgaben oder – sofern Du eine mitbringst -Deine nächste konkrete Herausforderung.
Der Kurs besteht aus wenig Theorie und vielen praktischen Übungen. Die Teilnehmenden tragen ihre selbst formulierten Texte vor. Dabei werden sie gefilmt. Im Anschluss werden diese gefilmten Reden gemeinsam besprochen. Es ist uns wichtig, dass alle Teilnehmenden vom Kurs profitieren. Deshalb ist es unumgänglich, dass nicht nur gelobt, sondern auch kritisiert wird. Dies aber immer in einer konstruktiven und wohlwollenden Atmosphäre.
Weitere Informationen könnt Ihr zwei Interviews mit einem der Dozenten, Alex Oberholzer entnehmen:

Link zum Interview 1
Link zum Interview 2


Interessenten melden sich zeitnah bei Martin Baunach, vereinskoordination@gesellschaft-uk.org

Der Text wurde gesprochen mit Hilfe von KI.




Der GesUK- Literatüröffner

Es wird Herbst, die Tage werden kürzer, und man hat Lust, es sich mit einer warmen Decke und vielleicht einem Glas Rotwein oder einem Tee auf dem Sofa gemütlich zu machen. Hier ist ein Vorschlag dazu:

Im Frühjahr dieses Jahres haben wir unter dem Namen "Literatüröffner" einen Online- Literaturabend veranstaltet, bei dem zwei unterstützt Kommunizierende Ihre Raps vorgestellt haben und Pauline Füg aus einem ihrer Bücher gelesen hat.
Wir haben uns entschlossen, den Literatüröffner in lockerer Reihe fortzusetzen.
Es gibt sogar schon einen festen Termin:
Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos, aber Spenden werden bejubelt!
Nach Anmeldung unter diesem Link bekommt Ihr einen Zoom-Zugang.

https://www.gesellschaft-uk.org/profis/veranstaltungskalender/detail/literatueroeffner-online.html

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Durch das Programm am 18.12.25 führt die Autorin Pauline Füg, die mit Ulrike Schäfer eine renommierte Schriftstellerin den abendlichen Literatüröffner gestaltet.
Ulrike Schäfer (*1965 in München) lebt in Würzburg. Sie schreibt Prosa und Theaterstücke und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt eine Förderung durch die Martin Walser Literatustiftung für ihren Erzählband „Schmaler Grat“, der 2025 bei Kröner Edition Klöpfer erschien. Sie tritt regelmäßig solo und in literarisch-musikalischen Ensembles auf. Weitere Informationen erhaltet Ihr unter www.ulrike-schaefer.de

Und nun zum Buch "Schmaler Grat":
Eine Frau joggt auf einem Küstenpfad und gerät in einen Lauf um ihr Leben. Die Risse im antarktischen Schelfeis werden einem Jungen zu Vorboten drohenden Unheils. Ein Mädchen wird sexuell belästigt und entdeckt die Zerstörungskraft seiner eigenen Wut. Ein Mann droht am Arbeitsdruck zu zerbrechen, bis ein liegengebliebenes Feuerzeug seine Gegenwehr weckt.

Die Risse im Leben der Figuren sind mal fast unsichtbar, mal klaffende Abgründe. Immer markieren sie eine Zäsur, nach der nichts mehr ist wie zuvor. Wie sich die Geschichten entfalten, wie man mehr und mehr begreift, das erzeugt einen Sog, der einen nicht so schnell wieder loslässt. Quelle: https://www.kroener-verlag.de/books/schmaler-grat.html

Angefragt ist auch eine unterstützt sprechende Autorin.

Weitere Informationen demnächst auf unserer Homepage, unserem Instagram-Kanal und auf facebook.

Bleibt neugierig!




Laura Blaschke: Wenn Worte Zeit brauchen – und die Welt keine hat (1)

Stell dir vor, du sitzt in einem vollen Raum.
Alle reden durcheinander, Worte fliegen durch die Luft wie Pfeile – schnell, laut, ungefiltert.
Und du? Du hast etwas zu sagen. Etwas Wichtiges.
Doch du brauchst einen Moment.
Du musst erst Symbole aneinanderreihen, Buchstaben wählen.
Du blickst, klickst, wartest.
Und während du noch mitten im Satz bist – ist das Gespräch schon weitergezogen.

So fühlt sich Kommunikation für viele von uns an, die auf Unterstützte Kommunikation angewiesen sind.
In einer Welt, die Tempo feiert und Geduld vergisst, bleibt oft keine Zeit, um wirklich gehört zu werden.

Aber was wäre, wenn Kommunikation nicht bewertet würde nach Schnelligkeit – sondern nach Tiefe?
Was wäre, wenn wir Menschen nicht auf ihre Sprache reduzieren – sondern auf das, was sie sagen wollen?

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Dieser Bericht erzählt davon.
Von Herausforderungen, von Technik, die Leben verändert.
Von Mut, Frust, Ideen – und vom großen Wunsch nach einer Gesellschaft, in der alle mitsprechen dürfen.

Wer bin ich?
Mein Name ist Laura Blaschke, ich bin 21 Jahre alt, komme aus Karlsruhe und bin zertifizierte Fachkraft für unterstützte Kommunikation.
Ich habe seit Geburt wegen einem Sauerstoffmangel eine infantile Cerebralparese mit einer sehr starken Spastik und kann weder laufen noch sprechen, bin aber im Kopf topfit und verstehe alles.
Seit ich 5 Jahre alt war, spreche ich über einen Sprachcomputer (Talker) mit Augenansteuerung, über eine Tastatur auf dem Bildschirm und kann somit alles sagen, was ich möchte.

Nicht zu langsam – die Welt ist nur zu schnell
Wir leben in einer Welt, die ziemlich laut und schnell ist, die oft zu schnell ist, für diejenigen wie mich, für diejenigen, die in ihrer Sprache beeinträchtigt sind oder anders kommunizieren.
Verbalsprechende können jederzeit einfach raushauen, was sie sagen möchten, doch wir müssen erst entweder Buchstaben oder Symbole miteinander kombinieren, bis wir das äußern können, was wir sagen möchten.
So oft wünsche ich mir, man könne Gedanken lesen oder die Zeit kurz anhalten, damit wir ganz in Ruhe schreiben können, was wir sagen möchten.
Schon mein ganzes Leben läuft mir die Zeit weg, doch eigentlich ist es nicht die Zeit, es sind die Menschen, die sich keine Zeit nehmen.

Sprechen mit einer Taste: Wie mein erster Talker zur Geduldsprobe wurde
Mit 3 Jahren habe ich meinen allerersten Talker bekommen.
Der war klein und ich habe versucht mit einer einzigen Taste, mit meiner Hand den Talker zu bedienen.
Das war aber für mich totaler Schrott.
Es hat ewig gedauert, bis ich ein Symbol ausgewählt hatte.
Außerdem war es für mich echt furchtbar anstrengend.
Es hat viel zu lange gedauert, bis ich meinen Satz beendet habe.
Meistens hatten die Leute nicht genügend Geduld und sind weggelaufen, obwohl ich noch gar nicht fertig war.
Das war echt blöd.

Mit fünf begann mein echtes Leben – dank Augen und Technik
Mit 5 Jahren ging mein Leben so richtig los.
Das war, als ich meinen ersten Sprachcomputer mit Augensteuerung bekommen habe.
Mein erster Satz war: „Papa, ich brauche mehr Taschengeld.“
Der Talker mit Augenansteuerung war für mich mein Sprungbrett zur Selbstbestimmung.
Als meine Familie und ich auf eine Rehab-Messe waren, entdeckten wir den Sprachcomputer mit einer Augensteuerung.
Meine Mama sagte sofort: „Laura, du setzt dich jetzt dahin und probierst das mal aus!“, weil ich schon immer über meine Augen zeichensprachlich kommuniziert habe.
Dieser Tag war für mich ein bisschen so wie ein zweiter Geburtstag- ein unfassbares Glück!
Meine Lebensqualität stieg seitdem dermaßen in die Höhe.

Ich kann mir ein Leben ohne meinen Talker mit einer Augensteuerung nicht mehr vorstellen.
Das Teil ist mein Mund, meine Stimme, meine Hände, meine Füße, meine Tür zur Welt.
Es gibt mir die Chance mit Menschen zu kommunizieren und wenigstens ein bisschen selbständig zu sein.
Ohne meinen Talker wäre ich vollkommen aufgeschmissen.
Nach wenigen Jahren habe ich auch die schnellste Verweildauer der Augenansteuerung, die für mein Kommunikationsprogramm gibt, eingestellt, von 100 Millisekunden.
Ich wollte mit der Augenansteuerung so schnell wie möglich sein, da andere Unterstütztkommunizierende und ich länger als Verbalsprechende brauchen, bis sie etwas sagen und antworten können.

Eure Laura Blaschke

Meine Kontaktdaten

E-Mail Adresse: blaschkelaura.eyes@gmail.com

Instagram: laurablaschke_poet_of_the_eyes

Fortsetzung folgt in der Winter-Ausgabe der "UK für Dich".




„Gemeinsam stark – Alex und Lennart Godow über den Aufbau ihrer WG“

Der folgende Appetitmacher für den großen UK-Kongress im November in Leipzig ist nicht nur über Redaktionsmitglied Lennart Godow, sondern auch von ihm verfasst:

„Gemeinsam stark – Alex und Lennart Godow über den Aufbau ihrer WG“
UK-Kongress 2025 – Vortrag mit Herz, Humor und echter Teamarbeit

Wenn Vater und Sohn gemeinsam auf der Bühne stehen, ist eines klar: Es geht nicht nur um Organisation, sondern um echtes Leben. Beim UK-Kongress 2025 berichten Alex und Lennart Godow in ihrem Vortrag „Aufbau der WG“ davon, wie sie Schritt für Schritt ihr gemeinsames Wohnprojekt aufgebaut haben – ein Ort, an dem Unterstützung, Selbstbestimmung und Kommunikation perfekt zusammenfinden.

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Lennart, der mit unterstützter Kommunikation (UK) lebt, zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Struktur, Humor und Offenheit im Alltag sind. Zusammen mit seinem Vater Alex erzählt er, wie sie Herausforderungen angehen, Abläufe planen und gemeinsam kreative Lösungen finden – immer mit dem Ziel, dass jeder Tag funktioniert und gleichzeitig Raum für Freude, Musik und Begegnung bleibt.

Der Vortrag gibt einen ehrlichen Einblick in das Leben einer inklusiven WG, in der Respekt und Zusammenarbeit an erster Stelle stehen. Es geht um Verantwortung, Vertrauen und darum, wie man durch gute Planung Freiheit gewinnen kann. Alex und Lennart sprechen über Themen wie Organisation, Assistenz, Technik und vor allem Kommunikation – die Basis, die alles trägt.

Das Publikum erwartet eine Mischung aus persönlichen Geschichten, praktischen Tipps und Momenten, die zum Lachen und Nachdenken anregen. Wer den Vortrag besucht, erlebt, wie aus einer Idee ein Zuhause wurde – und wie „Team Godow“ zeigt, dass gemeinsames Leben und Arbeiten mit UK nicht nur funktioniert, sondern inspirierend sein kann.

Ein Vortrag für alle, die an Zusammenarbeit glauben, neue Wege suchen oder einfach echte Motivation erleben wollen. Denn Alex und Lennart beweisen: Wenn man zusammenhält, ist alles möglich.

UK-Kongress 2025
Vortrag: Aufbau der WG – Gemeinsam leben mit Struktur, Herz und Humor
Alex & Lennart Godow




Paul-Goldschmidt-Preis 2025

Der Preisträger/ die Preisträgerin wurde in diesem Jahr erstmals per Online-Voting ermittelt, an dem alle Interessierten, nicht nur die Mitglieder der GesUK teilnehmen konnten. 2.669 Menschen haben sich an der Wahl beteiligt!
Beim UK-Kongress, am Bunten Abend (Freitag, 7. November 2025), werdet Ihr erfahren, wer den Preis bekommen wird.




Neue Kopf- und Augensteuerung

Ein Beitrag von Laura Blaschke

Kopf- und Augensteuerung gegen Grenzen: Die Mission, Geräte ohne Arm- und Handkontrolle nutzbar zu machen

Anton Wachner, geboren mit schweren Beeinträchtigungen, gründete Treye IT in Mannheim und schrieb damit ein neues Kapitel barrierefreier Technik.
Zusammen mit der Softwareentwicklerin Sophia Kramer entwickelte das Duo FourWays: eine Lösung, die Computer und Smartphones allein durch Kopf- und Augenbewegungen steuerbar macht.
Die Idee entsprang Anton’s eigener Erfahrung – Hände und Füße kaum kontrollierbar, aber der Wunsch nach Selbstbestimmung blieb.

Die Vision: Eine Software namens FourWays, die Menschen mit ähnlichen Beeinträchtigungen mehr Selbstbestimmung gibt.

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Am 30. September 2024 traten Wachner und Kramer bei der Fernsehserie Die Höhle der Löwen auf, um Unterstützung für FourWays zu gewinnen.
Für 15% ihrer Firmenanteile sicherten sie sich einen Deal über 150.000 Euro mit Finanzunternehmer Carsten Maschmeier.
Um FourWays benutzen zu können, braucht man nur eine Kamera, die dann die Kopf- und Augenbewegungen des Nutzers erkennt.
Somit kann man mit Kopf- und Augenbewegungen die Maus steuern und jegliche Endgeräte nutzen, auch wenn man nicht seine Arme und Hände kontrolliert steuern kann.
Diese Anwendung lässt sich sowohl mit groben Bewegungen als auch mit sehr feinen Bewegungen steuern.
Man muss nicht direkt vor dem Gerät sitzen.
Es lässt sich auch von Entfernung steuern, was zum Beispiel auch bei Vorträgen und so weiter vorteilhaft ist.
Augenansteuerungen haben das Problem, dass sie bei Sonneneinstrahlung und starker Helligkeit nicht mehr die Augen erkennen.
Doch Treye IT sagt, dass ihre Software sehr unabhängig von Helligkeit und Dunkelheit ist und sie trotzdem gut funktioniert.
Sogar das Rütteln bei Autofahrten stört die Steuerung nicht.
Aktuell müssen Betroffene spezielle Kommunikationssoftware zusätzlich beantragen.
Dem jungen Unternehmen fehlt momentan noch Kapital, um Entwicklungen zu finanzieren, die nicht sofort Umsätze bringen.
Treye IT setzt daher auf Unterstützung, damit mehr Menschen selbstbestimmt mit ihrer Außenwelt kommunizieren können.
Weitere Informationen bietet ein interessantes Video, das Ihr auf der Seite www.treye-tech.com ansehen könnt.

Laura Blaschke




Nachruf

Nachruf für Klaudia Hilgers 26.05.1959 - 05.09.2025

Liebe Klaudia,

Du wirst in unserer Mitte ungemein fehlen. Wie sehr hast Du uns mit der Beschreibung Deines Lebensweges berührt. Damals war es noch gar nicht selbstverständlich, dass Du zur Schule gehen konntest.
Du hast bei unserem Präsenztreffen vor 2 Jahren beschrieben, wie sich die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung über die Jahre verändert haben. "Dass wir miteinander kommunizieren, macht uns zu Menschen", hast Du gesagt.
Und so warst Du immer bemüht um den Austausch und das Beisammensein.
Uns hat immer Dein starker Willen sehr beeindruckt, sich mitzuteilen und auch eigene Wünsche zu äußern, obwohl es oft schwierig war, und die Technik nicht immer mitmachte.
Du warst aktives Mitglied bei den Profis in eigener Sache der Kölner Runde. Von Anfang an. Nun haben wir Dich in unserer Erinnerung.
Danke, dass wir einen Teil Deines Weges mit Dir gehen durften.

Stiller Gruß

Deine Profis in eigener Sache Kölner Runde/ NRW